„Habecks Wirtschaftspolitik ist verkorkstes Hin und Her“

02.02.2022

Trotz Einlenkens in Berlin, Dr. Carstens sieht durch gestrichene KfW-Prämien Konsequenzen für Häuslebauer und Wirtschaft in Steinburg

Die Nachricht, dass quasi über Nacht durch Bundeswirtschaftsminister Habeck KfW-Förderungen für energetisches Bauen und Sanieren gestrichen wurde, erregte auch im Kreis Steinburg die Gemüter. 
„Durch zahlreiche Gespräche mit Bauherrn und Bauunternehmern im Kreis Steinburg spüre ich, dass Verunsicherung und Frust weit verbreitet sind“, so der Steinburger Landtagskandidat der CDU, Dr. Otto Carstens und er ergänzt: „Dass nun entschieden wurde, doch noch Anträge auf KfW-Förderung bis zum 24. Januar zu berücksichtigen, ist gut für die Betroffenen, zeigt aber, wie unkoordiniert der Grüne Bundeswirtschaftsminister agiert. Jeder sollte das Recht auf ein Eigenheim im Grünen haben. Dies erfordert Planungssicherheit statt diesem grünen, verkorksten Hin und Her, was Robert Habeck Wirtschaftspolitik nennt.“
Bei einem Gespräch mit Ulf Lucht von der Firma PE Massivhaus, der auch Kreisvorsitzender der Mittelstandsunion Steinburg ist und Familie Radeboldt aus Wacken, rechnet der Projektleiter vor, dass pro geplanter Wohneinheit ab 25. Januar bis zu 120.000,- Euro sehr günstig verzinste Fördermittel fehlen würden. Davon seien etwa 37.500,- Euro ein Tilgungszuschuss der KfW, der nicht zurückgezahlt werden müsse. Dies alles fehle den Bauherren nun. Für sein mittelständisches Unternehmen würden so einige Bauvorhaben in der Planung zum Stoppen kommen. „Dadurch entsteht ein weiterer Rückstau in der Baubranche, der die angeheizte Situation durch den Fachkräftemangel nochmal verstärkt. Viele Menschen haben durch Habecks Hick-Hack jetzt auch gar keinen Antrag mehr gestellt, die schauen in die Röhre“, so Lucht. Das Problem sei zudem, dass sich Bauen damit weiter verteuere, meint Maik Radeboldt, Bauherr aus Wacken. Für sein geplantes Zweifamilienhaus am Wackener Ortseingang habe er „zum Glück“ die Förderung doch noch bekommen, jedoch würden die Preise fürs Bauen stetig steigen. „Als Bauherr macht man überall Abstriche. Man ist gezwungen, sich auf das Nötigste zu beschränken, Geld für schöne Türen und den Traum vom kompromisslosen Neubau können sich viele nicht mehr leisten. Die Inflation steigt, die Löhne bleiben relativ gleich und durch den Fachkräftemangel muss man eh teils Jahre warten, bis ein Bauvorhaben realisiert wird“, so der Wackener Bauherr. Durch Preisbindungsklauseln im Bauvertrag seien die Preise meist nur für ein Jahr gedeckelt, danach würden sie oft angepasst, Bauen würde sich so oft für junge Familien nachträglich verteuern.
Otto Carstens verspricht Verbesserungen: „Die CDU Schleswig-Holstein plant in ihrem Wahlprogramm eine Eigenheimzulange und will die Grunderwerbssteuer senken, um das Bauen für junge Familie im Land wieder attraktiver zu machen. Der Traum vom eigenen Haus muss realisierbar bleiben, damit sich Fachkräfte auch gern hier niederlassen.“